Krankheiten bei...


Voraussetzung für gesunde Tiere ist eine artgerechte und stressarme Haltung. Die meisten Probleme und Krankheiten sind auf eine schlechte oder stark belastete Wasserqualität zurückzuführen. Wer viel füttert oder zu wenige Wasserwechsel vornimmt, der erreicht aber genau das Gegenteil. Futterreste, Ausscheidungen der Tiere und abgestorbene Pflanzenreste verursachen schlechte Wasserwerte, die letztendlich zu Häutungs-problemen oder Krankheiten führen können.

 

Jede Veränderung zwischen den  Umweltbe- dingungen des Wirts (Garnele, Krebs ect.) und der Krankheitserreger z.B. zu hohe oder niedrige Temperaturen oder falsche Wasserwerte, verursacht Stress. Neueste Forschungen haben gezeigt, dass die Reaktionen der Crustaceen auf Stress mit denen der Fische vergleichbar sind. Der Körper wird bei Stress in eine hohe Alarmbereitschaft versetzt, was wiederum die Wirkung der Immunabwehr reduziert.

 

Auch Bedingungen wie Überbesatz, Unter- drückung durch Artgenossen oder größere vergesellschaftete Tiere, falsches Futter, unzureichende Filterung, ständiges Hantieren oder Umgestalten des Aquariums führen immer wieder zu Stress. Besonders die immer wiederkehrenden Stresssituationen verursa- chen mit der Zeit anhaltende Schäden, die aber oft erst  nach  längerer  Zeit  zu  erkennen  sind.

 


Grundsätzlich sind Crustaceen – ähnlich wie auch wir Menschen – in der Lage, sich durch ihr Immunsystem vor Infektionen zu schützen. Durch Stresssituationen wird das Immunsystem geschwächt, so dass Bakterien, Pilze und Parasiten eine Infektion hervorrufen und sich explosionsartig vermehren können.

 

Nach einer Stressreaktion braucht das Tier Stunden um wieder ihren Normalzustand zu erlangen. Ist jedoch der Einfluss der Umweltbedingungen so groß, dass das Tier nicht in der Lage ist ihr Immunsystem wieder auszugleichen, dann kann das Immunsystem nicht richtig arbeiten und Krankheitserreger haben leicht die Möglichkeit die geschwächte Garnele zu befallen und durch Massenvermehrung zu schädigen.

 

Wenn also die schädigende Umweltursache nicht behoben wird, dann wird die Bekämpfung eines Krankheitserregers auf Dauer erfolglos bleiben. Folglich muss neben der Krankheitsbehandlung die Ursache für den Ausbruch der Krankheit beseitigt werden. Die stärkste Waffe gegen Krankheiten ist also Ihre eigene Gewissenhaftigkeit. Artgerechte Aquarien- und Wasserverhältnisse sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Pflege. Ein wöchentlicher Wasserwechsel von 30 bis 50 % und regelmäßige Kontrolle der Wasserwerte ist als selbstverständlich anzusehen und unverzichtbar.